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28.12.13

How to be a Fat Bitch #8

Get Involved


Hallo ihr Lieben,

heute geht es mal wieder um das Thema Selbstakzeptanz und Selbstbewusstsein. Das ist nämlich meiner Meinung nach das Ziel von dem e-Course »How to be a Fat Bitch« von Rachele von The Nearsighted Owl. Das Thema des achten Teils: Sich einbringen. Und zwar im sogenannten Real Life.

Und hier ist das Problem. Akzeptanz-Bewegung für Dicke ist hier in Deutschland noch recht rar. Zwar haben wir im Januar wieder die »Curvy ist Sexy« oder auch in der Vergangenheit »Kurvenrausch«, jedoch sind das erst Anfänge. Anfänge, die sich auch eher auf Mode als auf die generelle Akzeptanz bezieht. Mode ist zwar ein Teil davon, aber eben nicht alles.

Disclaimer: Das alles ist mein ganz subjektiver Eindruck.

Ich habe das Gefühl, wir jammern gerne. Wie ungerecht alles ist. Airlines mit ihren zu schmalen Sitzen, Männer, Kloschüsseln, etc. Wir machen gerne aus einer Mücke einen Elefanten. Das Problem, dass ich dabei sehe ist, dass es dabei bleibt. Da wird in Frage gestellt, ob schlanke Frauen überhaupt auf dicke Männer stehen können. Und das man als Dicker seine Ansprüche in der Partnersuche runter schrauben muss, da die "tollen" Menschen ja alle nur Schlanke wollen.

Hier im Internet sieht das alles schon ein bisschen anders aus, was wohl an dem sehr starken Einfluss aus England und Amerika liegt. Fat Acceptance und Body Positive … es schwappt langsam über. Wir haben tolle deutsche Plus Size Bloggerinnen, die zeigen, wie klasse man in großen Größen aussehen kann. Danke, dass ich ein Teil davon sein darf. Selbstbewusst auftreten, wo die passende Mode ein gutes Stück zu beiträgt, ist ein Anfang. Es nimmt einem einen großen Teil der "Last" von den Schultern. Ich weiß nicht, ob man dann wirklich weniger dieser Blicke und Sprüche bekommt oder ob sie einem nur nicht mehr so auffallen. Alles in Allem ist es aber eine Verbesserung.

Aber wir müssen aufhören, dass uns Dinge peinlich sind. Dinge wie in der Eisdiele nach einem Stuhl ohne Armlehnen fragen. Oder nach der Gurtverlängerung im Flugzeug. Wir können die Person, die sich dann vielleicht denkt "Boah, die Dicke passt nicht in den Stuhl" nicht ändern. Wir können nur uns ändern. Nein, damit meine ich nicht, dass wir jetzt alle kollektiv abnehmen sollen. ;) Aber wir können eben nach dem Stuhl fragen, ohne eine große Sache daraus zu machen. Wir können uns auf Arztbesuche vorbereiten und uns auch einfach das Recht nehmen, aufzustehen und zu gehen. Und – in besonders groben Fällen – die Ärztekammer darauf aufmerksam machen. (Pfui, deutsches Denunziantentum ;) …) Und wenn ihr das nicht alleine schafft, nehmt jemandem mit, bei dem ihr euch sicher fühlt. Das ist keine Schwäche.

Das alles sind kleine Tropfen und womöglich hat man das Gefühl, dass das doch eh alles nichts bringt, die Welt total ungerecht ist und … Stopp! Ich habe es weiter oben schon gesagt. Wir können nicht die Welt ändern. Wir können aber ändern, wir wir mit ihr und ihren Unwägbarkeiten umgehen.

Das hat jetzt zwar alles nichts mit Aktivitäten zu tun, an denen man teil nimmt. Liegt daran, dass ich nichts gefunden habe. Wenn ihr etwas im Raum Kassel kennt, was über "Wir sitzen mal mit einem Käffchen zusammen und jammern über die böse, schlechte Welt" hinaus geht, lasst es mich wissen.

Ansonsten werde ich weiter Tropfen für Tropfen versuchen, mein Leben zu verbessern und damit vielleicht auch anderen ein positives Beispiel zu geben. So wie viele andere tolle Frauen auch.

Jetzt habe ich wieder einen Roman am Thema vorbei geschrieben und dabei völlig Racheles Diskussionsthema vergessen. Sie hat die Frage gestellt, ob es leichter fällt, im Internet neue Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu knüpfen oder im Real Life.
Ganz klar: Im Internet. Ich habe eine soziale Phobie und tue mich unglaublich schwer damit, mit Menschen zu interagieren, die ich nicht kenne. Im Internet über Chat, Twitter und/oder das Blog fällt es mir hingegen total leicht. Ich habe im RL eine Hand voll Freunde, die meisten davon aus dem Kreis der Familie. Wenn ich dagegen meine Internet-Mädels zusammen zu einem Mädelsabend her beamen könnte, wäre das ein großer, dicker und lustiger Haufen.

Das Internet macht es Menschen mit sozialer Phobie einfacher, Kontakte zu knüpfen. Allerdings glaube ich, dass es nicht nur Vorteile bietet. Es macht es einem nämlich auch einfacher, sich nur noch abzuschotten.

Wie sieht es bei euch aus. Seid ihr in irgendetwas involviert, was man irgendwie der Akzeptanz-Bewegung zuordnen kann? Und das Diskussions-Thema. Fällt es euch ebenso leichter, im Internet Kontakte zu knüpfen als außerhalb?
Hello lovelies,

today I'm doing the 8th part of Racheles e-course »How to be a Fat Bitch« from The Nearsighted Owl. The topic is: Get involved (in real life).

Here I have a problem. The fat acceptance movement in Germany isn't as far as in other countries. We have the »Curvy is Sexy« and »Kurvenrausch«, but these events are just a beginning and they have the main focus on the fashion thing. Fashion is a part of the movement, but not all.

Disclaimer: The whole text based on a very subjective impression.

I have the feeling that we love to moaning. How unfair the world is. Airlines with the narrow seats, men, toilet bowls and so on. We like to make a mountain out of a molehill. I think, the problem is, that we don't go further. We ask, if thin women can love fat men. Or that fat people must scale down their standards for the perfect partner, because the great people all want only thin partners.

Here on the internet, all is different. I think, this is due to the influence of UK and USA. Fat acceptance and body positive … it's entering Germany slowly. We have such great plus size blogger, who shows us, how great one can look in plus sizes. And I'm thankful to be a part of. Showing confidence, where fashion make a significant contribution to, it's a start. It disencumbers. I don't know, if there are objective less glances or if we just don't realise them. On the whole, it's an improvement.

But we must stop to be uncomfortable with things. Things like ask for a chair without arm rests in the ice cream parlour. Or for the belt extension in the airplane. We can't change the person who thinks then "boah, this fatty don't fit in the chair". We can only change ourselves. No, I don't mean, that we all should loose weight collective. ;) But we can ask for the chair without making a big thing. Or we can prepare to consultations and take the right to stand up and leave. And – in the case you have an extra rude doctor in front of you – to point it out to the medical association. (Ugh! The German culture of denunciation ;) …). And if you can't do this alone, take someone you feel save at with you. That's not weakness.

That's all are just little drops and if possible you have the feeling, that this all changes nothing, because the world is so unfair and … Stop! I said it before above. We can't change the world. We can just change the way we interact within.

This hasn't something to do with activities who I take part in real life. I haven't found something nearby. If someone knows something in the near of Kassel which is more than "We sit together, drinking coffee and moaning about the bad world" let me know.

By then I will be trying to improve my life and giving a positive example. Like a lot of great women around the internet.

Know I've wrote a novel which wandered completely from the subject and forgot Racheles discussion. She asked, if it's easier to get in touch with people on the internet or at real life.
In my case: At the internet. I'm social phobic and it's so difficult for me to interact with people in real life I don't know. At the internet by chat, twitter and/or my blog, it's so easy. I have a fistful of friends in real life, most of them are from my family. When I think about beaming my girls from the internet for a girls night this would be a great funny crowd.

I think, the internet makes it easy for people with social phobic to make friends. But is hasn't just benefits. On the other hand, it makes it also easy to seal from real life.

How is it at you? Are you involved of something, which is an acceptance thing? And what's about the discussion? It's easier for you to make friends around the internet than in real life?


Love, Mel … xoxo

Kommentare:

  1. Ich muss sagen dass es mir außerhalb des Internets leichter fällt, Freundschaften zu schließen. Ich gestehe dass ich hin und wieder unter Aufschieberitis leide, was das Beantworten von eMails und Nachrichten betrifft. Im Real Life ist es dagegen einfacher, in Kontakt zu bleiben. Zudem tue ich mich leichter, die Leute real einzuschätzen.

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    1. Da beneide ich dich gerade ein wenig drum. :)Die Aufschieberitis habe ich in beiden Bereichen. Wobei es mir in einer eMail irgendwie leichter fällt zu sagen "Sorry, verpennt" als am Telefon.
      Wobei telefonieren bei mir noch mal ein ganz andere Thema ist. *hust*

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  2. Hallo Liebes! Vielen Dank für dein Kommentar auf meinem Blog. Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich ein Kommentar von dir lese! Was du in dem Post beschreibst kenne ich nur zu gut. Ehrlich gesagt dachte ich immer, dass ich ein Freak bin und mich nie jemand lieben, geschweige denn akzeptieren könnte! Erst seitdem ich in die Plus-Size-Bloggerszene eingetaucht bin, fühle ich mich vollkommen und bin selbstbewusster geworden. Ich finde, es ist einfach nicht leicht, wenn man bisher immer das Gefühl vermittelt bekommen hat: du bist ein niemand, du kannst nichts, du bist nichts.

    Liebste Grüße, Flo :)

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    1. Das ist süß von dir. *feste knuddel* :)

      Freakig finde ich mich immer noch. *hihi* Aber auf eine andere Art und Weise. Dieses nirgendwo rein passen und nicht geliebt werde können, kenne ich auch nur zu gut. Und ja, um aus dem Teufelskreis rauszukommen, muss man einfach mal an der Hand genommen werden. Bei mir was es auch die Plus Size Bloggerszene. :)

      Sag mal … ist die auch aufgefallen, dass mit steigendem Selbstbewusstsein weniger Blicke und Sprüche kommen? Oder bilde ich mir das ein? :)

      *knutscha*

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    2. Hi Süße,
      ein toller Post! Und mir geht es ähnlich wie euch. Seitdem ich Blogge...geht es mir weit aus besser. Selbstbewusstsein steigt und das raus gehen genieße ich wieder und nehme es mir auch raus!

      ♥Bine

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  3. I've always searched for friends in other places. Before the internet I belonged to a pen pal agency for people into rock music. I'm still friends with at least 6 people I met through it, and some of them have become my closest friends. Now with the internet it's easier. I don't live near a lot of people, so meeting up with anyone means a good deal of travel usually, and a few times a year it's worth it, but I can't do it all the time. So it can be isolating. I hope you find some like-minded people near you soon. x x x

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  4. Ich bin zwar nicht Fat und auch keine Bitch. Ich bin halt eine Frau, die eine größere Kleidungsgröße trägt. Das wäre mal Punkt eins. Man sollte erstmals mit sich selbst klar kommen und sich selber mit Respekt behandeln. Dann von anderen verlangen, dass sie uns besser behandeln.

    Es wäre mir schon peinlich wenn ich in einen Stuhl nicht passen würde oder im Flugzeug mich nicht anschnallen könnte. Aber ich habe da eine etwas andere Einstellung als du. Mir wäre es peinlich, weil ich lieber so was erleben will als etwas Sport zu machen und auf Diät zu gehen. Ich behandele mich nicht wie jemand, dem was schlimmes passiert ist, sondern als jemanden der mehr gegessen hat als Kalorien verbraucht hat. Ich bin mir dessen bewusst. Ich habe auch Probleme mit der Schilddrüse aber ich denke, dass meine Figur von meinem Lebensstil abhängt :) Und wenn ich wirklich mit ihr unglücklich sein werde, dann werde ich nicht jammern sondern kaufe mir ein Jahresabo bei McFit :))))
    Damit es klar ist: es ist nur meine Einstellung, jeder kann tun und lassen was er will :)))))


    Und ich bin sehr schüchtern, auch wegen meines Deutsch und daher schreibe ich lieber E-Mails als sich zu treffen.

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    1. Zum Einen ist das Wort "Bitch" in diesem Zusammenhang bewusst provokativ gewählt. Ich zitiere mal fix von Rachele:

      A fat bitch is confident, out-spoken and proud of who she is. The word bitch has been used by feminists as a way to reclaim an insult used to demean our cause. Let's get started!

      Zum Anderen ist es für mich keine Beleidigung, mich selbst als Dick zu bezeichnen. Denn das ist es, was ich bin. Dick. Das wieso und/oder warum spielt in dem Falle keine Rolle. Ich behandel mich in meinen Augen auch nicht respektlos, wenn ich sage, ich bin dick.

      Aber das hatten wir ja an anderer Stelle schon mal und da haben wir einfach ganz unterschiedliche Einstellungen zu. :) :*

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