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30.11.13

How to be a Fat Bitch #7

Loving your body


Hallo ihr Lieben,

heute ist es wieder Zeit für den "How to be a Fat Bitch" eCourse von der wunderbaren Rachele von The Nearsighted Owl. Wenn ihr die ersten 6 Teile von mir noch mal nachlesen wollt, könnt ihr das genau hier tun. Die ersten vier Teile sind noch zu einer Zeit entstanden, als es mein Blog nur auf Englisch gab. Sie gehören aber zu den Posts mit der höheren Priorität, was die Anpassung auf die Zweisprachigkeit angeht.

Himmel! Das ist jetzt schon die zweite Woche, in der ich die Wahl habe zwischen Cheaten oder Blogpost erneut verschieben. Im Bezug auf meinen Körper konnte ich diese Woche nämlich nicht klagen.
Ich habe meine Gesichtshaut endlich im Griff und stehe somit nicht mehr nöhlend vor dem Spiegel. Und seit ich für dieses Blog die Outfit-Fotos mache, normalisiert sich meine Wahrnehmung im Bezug zu meinem Körper allmählich.

Deswegen habe ich dieses Mal zum "Cheat-Joker" gegriffen und behandle statt der Liste meine Körperwahrnehmungsstörung. Ja, ich weiß … tricksen wird allmählich zur Gewohnheit. ;)

Mein Mann drückte mir eines Tages – dürfte so ca. drei Jahre her sein – ein Seil in die Hand und bat mich, meinen Hüftumfang abzuschätzen. Anschließend kürzte er das Seil auf die von mir geschätzte Länge, legte es mir um die Hüfte, schnitt den überschüssigen Teil ab und drückte mir nun knapp 50cm Seil in die Hand. Stellt euch jetzt mal kurz vor, wie viel jeweils 25cm rechts und links von eurer Hüfte mehr sind. So habe ich den Teil von mir damals wahr genommen. Ich hielt diese 50cm eine ganze Weile in der Hand und schaute es an. Ungläubig.
Auch das Zeichnen der eigenen Konturen auf einem Stück Tapete, frei aus dem Kopf heraus, kann für A-ha Momente sorgen. Anschließend stellt man sich nämlich dicht an die Tapete und eine andere Person zeichnet – in einer anderen Farbe – die wirklichen Konturen nach. Die Wahrheit war nämlich, dass ich in meiner eigenen Wahrnehmung und Vorstellung, ungeachtet von Spiegeln und Fotos, ein unförmiger Blob war, der ca. noch mal 50 kg schwerer war.
Versteht mich nicht falsch. Ich bin dick. Dick, nicht nur "ein bisschen übergewichtig". Das weiß ich schon. Und trotzdem sind +50 kg in der eigenen Wahrnehmung eine arge Verzerrung der Realität.

Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass ich diesem Teufelskreis entkommen wäre. Aber mit Hilfe mehrerer "Praktiken" rückt sich das Bild langsam gerade. Das übrige Stück Seil wird immer kürzer.

Einen großen Anteil daran hat die Plus Size Fashion Community, von der ich ein Teil sein darf. Dicke Frauen in unterschiedlichen Größen, die einfach Freude am Leben und an Kleidung haben. Sich selbst nicht verstecken. Das inspiriert und motiviert.

  • Weniger GNTM, mehr Plus Size Blogs ist meine Methode, den Blick auf den weiblichen Körper im Ganzen etwas zu korrigieren.
  • Eigene Outfitfotos zu machen, anschließend sichten zu müssen und online zu stellen hat mir den Graus vor mir selbst genommen.
  • Mir selbst bin ich Mutter und beste Freundin geworden. Wenn ich mich mal wieder selbst nicht leiden kann, stoppe ich aktiv den Selbsthass und überlege, wie ich mit einer Tochter oder besten Freundin in einem solchen Moment umgehen würde. Und so behandle ich mich dann selbst.

Mein Ziel ist es nicht mehr, den perfekten Körper zu bekommen. Den gibt es nicht. Es war also all die Jahre eine "Mission Impossible", mit der ich meine Zeit verplempert habe, anstatt zu leben.
Mein Ziel ist es, den einen Körper, den ich habe, lieben zu lernen.
Ich bin im letzten Jahr meinem Ziel ein ganzes Stück näher gekommen.

Ich habe noch einige Baustellen zu bewältigen. Die haben nicht alle zwingend etwas mit meinem Körper zu tun, schränken mich aber in meinem Leben ein. Nächstes Jahr geht es weiter. Und irgendwann werde ich dort ankommen, wo ich hin will. Bei der Person, die ich bin.

Hello lovelies,

this is quite hard for me, because I'm afraid of writing such a long text in english. Today I have part 7 from the "How to be a Fat Bitch" e-course from the incredible Rachele from The Nearsighted Owl for you. If you missed the first parts, so you can find them here.

Jesus! That's the second week in a row, that I have the choice between cheat a bit or delay the post to next week. Again. Because I have know bad issues with my body the last week.
I have my face skin under control, why I haven't spent time in front of the mirror, moaning about spots. And since I make those outfit photos for my blog, my view on my own body is normalising bit by bit.

That's why I pull the "Cheat-Joker" out of my shirtsleeve and broach the issue of my Body Dismorphic Disorder (BDD) instead of the list with triggering things.

One day, about 3 years ago I think, the hubby gave me a rope to guess the wideness of my hips. Then he cut the rope to this lenght, put it around my hips, cut the surplus rope and gave me this piece which was about 50 cm long. Now imagine a plus of 25 cm on both sides of your hips.
That was how I thought my hips would look like this time. I held that piece of rope in my hand and looked at it. Disbelieving.
Also drawing my outline on a piece of wallpaper, from your mind without a mirrow, can result in light bulb moments. After drawing your outline you stand yourself against the same wallpaper and another person draw your real outlines with another colour, so you can compare them. The truth was: I saw myself as an bulky blob, who was 50 kg more than in reality. Regardless of mirrors and photos.
Don't get me wrong. I'm fat. Fat, not "just a bit" overweight. I know that. But for all that, +50 kg are a huge distortion of the reality.

I won't say, that I escaped that vicious circle yet. But with the help of different methods, I can correct it the view on myself. That piece of rope becomes shorter and shorter.

A huge part of this process is the plus size community, I'm proud to be a part of. Fat women in all sizes, who enjoy their lifes and fashion. Don't hide themselves. That is inspiration and motivation.

  • Less topmodels, more plus size blogs is one of my methods to correct my view on the female body on the whole.
  • To make own fashion photos for my blog, which I must sort and place online afterwards, helps to find yourself less scary on photos.
  • I'm mother and best friend to myself. When I don't like me, I stopp that self hatred and consider, how I would treat a daughter or a best friend in such a situation. And this is how I tread myself then.

My goal is no longer to reach the perfect body. It doesn't exist, so it was a "Mission Impossible" all those years, I waste my time instead of enjoy living.
My goel is to love the body I have.
I make huge steps on that way the last year.

There are some construction areas left, from which not all are about my body issues, but they restrict me. Next year I'll go on. And some day I'll arrive, where I belong. At the person I am.


Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gruselig ich dieses Foto von Silvester 2008/2009 immer fand. Nun sehe ich mich. Ok, betrunken, aber das bin dennoch ich. :)
You have now idea how scared I was from this picture which was made sylvester 2008/2009. Now I see me. A drunken me, but me. :)

Love, Mel … xoxo

Kommentare:

  1. Ein ganz toller und wichtiger Beitrag! Danke für deine ehrlichen Worte. Und ich finde das Foto überhaupt nicht gruselig. Es strahlt die pure Lebensfreude aus und ich glaube, jeder der das Foto ansieht, denkt nur "Ja, ich würde super gerne einen Caipi mit dir trinken!"

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